Gravity (2013)

•16/10/2013 • Schreibe einen Kommentar

(c) Warner Bros. Entertainment IncDer altgediente Astronaut Matt Kowalski und die Ärztin Dr. Ryan Stone führen Reparaturarbeiten am Hubble-Weltraumteleskop durch, als die Kommandozentrale der NASA in Houston ihnen berichtet, dass ein russischer Satellit im Orbit zerstört wurde und die Trümmerteile mit hoher Geschwindigkeit in ihre Richtung treiben.

Atemberaubend bebilderter Weltraumthriller, der den Zuschauer zunächst mit seiner einzigartigen, fast schwindelerregenden Inszenierung einer Katastophe im Erdorbit packt. Willkürlich in seiner Verteilung von wissenschaftlich realistischen Aspekten und Unwahrscheinlichkeiten zugunster der Dramatik, verliert der Film sich allerdings, wenn er versucht, sich eine spirituelle Dimension zu geben, indem das Motiv der Einsamkeit im Weltall als Metapher für unüberwundene Familienschicksale in den Vordergrund rückt.

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Jonas – Stell dir vor, es ist Schule und du musst wieder hin! (2011)

•08/10/2013 • Schreibe einen Kommentar

© Boje Buck Produktion, DCM Productions, Delphi FilmEin Kamerateam begleitet den achtzehnjährigen Jonas Slooth, der schon mehrere Male sitzengeblieben ist und in einer Gesamtschule die letzte Chance auf einen Schulabschluss bekommt.

Das filmische Experiment, in dem Christian Ulmen incognito als Schüler auftritt, versteht sich weniger darin, Stimmungen oder gar Missstände an modernen Schulen aufzuweisen, als darin, die Atmosphäre des Schulalltags für Alumni zu reaktivieren, allerdings mit mehr schmerzhaften als amüsanten Reminiszenzen und zu wenig Fokus auf das Leben außerhalb der Schulstrukturen. Teilweise kommen Zweifel an der Echtheit der dokumentierten Szenen und Personen auf, allerdings bleibt der gezeigte Realismus durchgängig auf einem Niveau, das hoch genug ist, damit Jonas zumindest als Alternative zu und Entwöhnung von typischen Highschoolkomödien funktioniert.

Breaking Bad (2008-2013)

•04/10/2013 • Schreibe einen Kommentar

© AMC Network Entertainment LLCAls der gutmütige, aber unterforderte Chemielehrer Walter White erfährt, dass er an Krebs im fortgeschrittenen Stadium leidet, sieht er nur eine Möglichkeit, um seine Familie nach seinem Tod finanziell abzusichern: das Zubereiten und Verkaufen von Methamphetamin.

Hervorragend gespielt und geschrieben, zeigt die Drama-Serie spannend und nüanciert die Verwandlung eines normalen Menschen in einen skrupellosen Verbrecher durch äußere wie auch innere Umstände. Am unterhaltsamsten in den schwarzhumorigen Passagen und seinen wohldosierten Actionszenen, muss jedoch auch einiges an formatüblicher Charakterentwicklung in Form von ausgedehnten Familiengesprächen durchgestanden werden.

Rock of Ages (2012)

•30/09/2013 • Schreibe einen Kommentar

© Warner Bros. Entertainment1987. Als Kellner Drew Boley nicht verhindern kann, dass Sherrie Christian aus Oklahoma gleich bei ihrer Ankunft in Los Angeles ausgeraubt wird, versucht er ihr ebenfalls einen Job im legendären Rock-Schuppen „The Bourbon Room“ zu besorgen.

Unter seiner betont aufmüpfigen Fassade grundbiederer, durchschaubarer Musicalversuch, der den amerikanischen Traum nicht abstoßender darstellen könnte als mit seinen kaum zusammenhängenden und belanglosen Handlungssträngen, unterlegt mit einer Auswahl der kitschigsten und unharmonischsten Hard-Rock-Medleys.

White House Down (2013)

•10/09/2013 • Schreibe einen Kommentar

xyzBundespolizist John Cale begibt sich mit seiner Tochter Emily für ein Vorstellungsgespräch beim Secret Service ins Weiße Haus, als sie eine Explosion im Capitol überrascht.

Wenig origineller, dafür launig-mitreißender Actionthriller nach dem Vorbild von „Stirb langsam (1988)“ und mit angenehmer 90er-Jahre-Machart, welche die ohnehin technisch nur mäßigen digitalen Effekte im Zaum hält. Außerdem überrascht Regisseur Roland Emmerich diesmal mit flott umgesetzten Humoreinlagen, zu welchen nachsichtige Zuschauer auch die paar bescheidenen satirischen Spitzen sowie Anfälle von Patriotismus zählen können.

In guten Händen (Hysteria/2011)

•20/07/2013 • Schreibe einen Kommentar

© Sony Pictures ClassicsEngland, 1880. Um dem Ansturm seiner erregten Patientinnen, die unter der geheimnisvollen Krankheit der Hysterie leiden, Herr zu werden, heuert der Frauenarzt Robert Dalrymple den fingerfertigen Assistenzarzt Joseph Mortimer Granville an.

Leicht frivoles Lustspiel, das durch den konsequent entwickelten Kontrast zwischen dem heute geläufigen Thema und dem archaisch-steifen Schauplatz durchgehend köstlich amüsiert, mit Charlotte allerdings eine allzu anachronistisch-moderne Referenzfigur bietet.

Die fantastische Welt von Oz (Oz the Great and Powerful/2013)

•14/07/2013 • Schreibe einen Kommentar

© Walt Disney Pictures, Roth FilmsDer Zauberer Oscar Diggs, bekennender und nicht immer stolzer Frauenheld und Betrüger, macht mit seinem Wanderzirkus Halt in seiner Heimat Kansas, als ein Sturm aufzieht.

Die Vorgeschichte zum Fantasyklassiker Der Zauberer von Oz (1939) kann mit ihrem faulen Drehbuch um den sich bewährenden Betrüger voller kitschig-weinerlicher Dialogszenen, einem allzu flapsigen Verständnis von Humor sowie einem nur teilweise überzeugend umgesetzen Wunderland nur selten verzaubern.